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Telekom – ein Weltkonzern treibt mich in den Wahnsinn

| 1 Kommentar

Telekom-hilft? Nicht wirklich – ach doch: die Telekom hilft, mich mürbe zu machen. Es dauert wohl nicht mehr lange und aus einem friedfertigen Menschen wird ein Amokläufer …

Meine Geschichte:
Seit Wochen fällt bei uns immer wieder DSL aus. Neustart des Routers bringt nichts. Also Anruf bei der Service-Hotline, fein die Nummer durchgeben, um was es geht durchgeben, dann ca. 20 Minuten einen Loop hören, der mich mittlerweile so dermaßen Aggressiv macht, dass ich irgendwann schon mit dem Kopf auf die Tischkante schlage, damit es endlich aufhört.
Dann endlich die Stimme (manchmal kann man sie sogar verstehen, aber letztens hatte ich einen Bayern dran, der es nicht für nötig hielt, einigermaßen Hochdeutsch … – okay ich schweife ab …). Ich erzähle wieder meine Geschichte mit dem regelmäßigen Ausfall der DSL-Leitung, der Servicemensch prüft die Leitung und sagt immer wieder etwas, wie “oh ja, da liegt ein Problem vor.  Ich starte mal neu aber da muss sich jemand mal die Leitung genauer anschauen”, startet irgendetwas neu und schon kann ich wieder durch das weite Netz surfen – bis zum nächsten Morgen. Da ist dann wieder Schicht im Schacht. Also neuer Anruf – diesmal mit Ticketnummer. Die ist allerdings nicht mehr zu gebrauchen, denn beim Neustart schließt man gerne ein Ticket welches auch nicht wieder geöffnet werden kann (die Menschen werden wohl nach geschlossenen Tickets bezahlt). Also neues Ticket auf, gleiche Geschichte, gleiche Antwort in den unterschiedlichsten Dialekten – nur rausgefahren kommt niemand – zumindest kommt er nie bis an meinen Anschluss. So geht das nun schon seit Wochen. Meine Mobil-Datenflat ist schon seit Wochen bis zum Stillstand gedrosselt, weil das die einzige Verbindung nach draußen ist.

Anfang letzter Woche dann einer, der mir Hoffnung machte (vielleicht lag es auch daran, dass ich ihn nicht wirklich verstehen konnte). Was ich verstanden habe: Diese Woche gibt es keine Termine mehr aber am Dienstag zwischen 16:00 und 19:30 Uhr kommt jemand und nimmt das Problem in die Hand. Man sagte mir sogar, dass derjenige sich kurz vorher telefonisch bei mir meldet, damit dann auch wirklich jemand vor Ort ist. Also alles in die Wege geleitet, dass dieser Mensch auch wirklich jemanden antrifft, Handy nochmal aufgeladen und immer darauf geachtet, dass ich auch nicht im Funkloch verweile … Um kurz vor 21 Uhr habe ich mir dann niedergeschlagen wieder den Loop anhören müssen. Man bestätigte mir den Termin, konnte mir aber nicht sagen, warum da keiner kam (wäre ja auch zuviel verlangt, dass der Techniker angaben zum Stand in das CRM eingibt). Aber ich könnte einen neuen Termin für kommenden Freitag machen. Seither hat unser Tisch eine deutliche Bissspur … Ich gab mich damit nicht zufrieden und wollte nun den Terminmenschen, der nicht kam, sprechen – aber natürlich nicht mehr um diese Uhrzeit. “Rufen Sie Morgen früh an und lassen Sie sich mit der Disposition verbinden. Die werden Ihnen dann kurzfristig einen Termin machen”. Trotz meiner Lethargie habe ich noch von meiner wachsenden Aggressivität durch den Loop erzählt mit der Antwort: “wenn Sie Morgen früh anrufen, verspreche ich Ihnen, kommen Sie ganz schnell durch”.
Heute Morgen dann der Anruf – vom Auto aus, weil auch ein Telekom-Kunde ab und an mal arbeiten muss und nicht nur für die Servicetechniker eines Weltkonzerns Zeit hat. Nach “nur” 14 Minuten dann eine menschliche Stimme, der ich zum gefühlten 50zigsten mal meine Geschichte erzählte – inklusive aller Fortsetzungen. Es tat ihm alles sehr Leid und er könnte mir aber einen Termin für Freit …. – ICH RASTE AUS!!! Damit hat er wohl gerechnet, denn sofort wollte er mich loswerden und bot mir an, mich mit der Disposition zu verbinden. Nach einem Loop von ca. 10 Minuten hatte ich endlich jemanden von der Disposition an der Leitung. Der klagte mir erst einmal sein Leid, wie groß sein Gebiet  ist und mir klar sein sollte, dass es ja hier nicht um etwas Exklusives geht sondern dass das ein Massenmarkt wäre und man ja nicht alle gleich behandeln könne. Da könnte man nicht verlangen, dass man immer perfekt bedient wird. Mein Puls ist nun endlich bei 180 angekommen. Ich stelle diese blöde Frage, warum es der Techniker denn nicht schafft, einen tagelang bekannten Termin einzuhalten und warum er diesen nicht wenigstens telefonisch absagt, wenn er doch schon einen genauen Termin kurz vorher telefonisch bestätigen könnte? “Wissen Sie, wie aufwändig das wäre, wenn unsere Leute jedes Mal anrufen, wenn es nicht mehr klappt? Da kommen wir ja gar nicht mehr zum arbeiten. Und die Leute haben ja auch mal Feierabend. Und es gäbe ja immer wieder wichtige Termine zum Beispiel von einem Arzt, der wird dann natürlich vorgezogen”. Mich hat bisher niemand gefragt, ob ich eventuell Arzt sein könnte aber ich habe nun eine neue Strategie für die Zukunft … – und das von einem Kommunikationsunternehmen ….
Puls: 200+
Nun der Vorschlag: Ich könnte ihnen einen Techniker am Samstag … AAAAAAAAARGGGGH. Ich will jetzt einen Techniker, spätestens Morgen, nicht Freitag, nicht Samstag oder Sonntag oder gar nächste Woche. JETZT! VERSTEHT IHR DAS?

Nun habe ich einen Termin für Morgen ab 16 Uhr. Das heißt, ich werde mir Morgen wieder etwas überlegen müssen, wie ich mein Berufsleben mit der Disposition der Telekom in Einklang bringen kann. Und wenn Morgen wieder niemand kommt?! Ich weiß einfach nicht weiter. Was ich weiß: Wie aus einem friedfertigen Kunden ein Amokläufer werden kann. To be continue …

Ein Kommentar

  1. Hm…bloggst du nicht mehr? Finde ich schade.

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